Ein Versprechen für die Natur
Vor vier Jahren kamen knapp 200 Staaten zusammen und einigten sich auf einen historischen Durchbruch: klare Ziele für die Rettung der Artenvielfalt. Denn die Natur steckt in einer tiefen Krise, die unser aller Lebensgrundlage bedroht.
Mit dem Weltnaturabkommen der Vereinten Nationen setzten sich die Länder ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2030 sollen 30 Prozent der Land- und Meeresflächen geschützt werden. Zusätzlich beschloss die EU, ein Drittel davon streng zu schützen, also auch vor industrieller Ausbeutung. Für die Natur sollte dieser Moment das werden, was das 1,5-Grad-Ziel für den Klimaschutz gewesen ist. Endlich wurden auch Konzerne in die Pflicht genommen – denn sie tragen die größte Verantwortung für die Zerstörung und profitieren am meisten davon.
Ich erinnere mich noch genau an den Augenblick der Verabschiedung. Uns alle verband eine Welle der Hoffnung.
Doch vier Jahre später herrscht große Ernüchterung. Mit dem Schutz der Wälder geht es beispielsweise einfach nicht schnell genug voran. Die Staaten weisen neue Schutzgebiete, wenn überhaupt, im Schneckentempo aus, während die Zerstörung ungebremst weitergeht. Konzerne nutzen den schwachen Schutz schamlos aus und holzen ungestört weiter Wälder ab.
Deshalb fordern wir von Ikea, diese Verantwortung endlich wahrzunehmen. Wenn ein Riese wie Ikea vorangeht, muss die gesamte Branche folgen. Danke, dass Sie den offenen Brief an Ikea bereits unterschrieben haben. Um den Druck zu erhöhen, brauchen wir noch mehr Menschen. Teilen Sie diese Forderung in Ihrem Familien- und Bekanntenkreis, damit wir gemeinsam Europas Wälder retten können.