Die meisten Mails sind so privat wie eine Postkarte. Vier Anbieter, die Ihre Post nicht mitlesen und mit Ökostrom laufen. ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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Ein Foto des blauen Himmels mit rosa Wolken verfremdet mit dünnen horizontalen Linien, die wie ein technischer Bildfehler aussehen. Darüber der Text "Gmail: Google liest mit"

Die meisten E-Mails der großen Anbieter sind so privat wie eine Postkarte – mitgelesen, für Werbung ausgewertet, zum KI-Training genutzt. Wir zeigen vier Anbieter, die Ihre Post für sich behalten und dabei auf Ökostrom setzen.

Liebe Umweltschützende,

es ist heute kaum noch vorstellbar, aber es gab mal eine Zeit, da wirkte es ziemlich cool, eine E-Mail-Adresse zu haben. Einen Hotmail- oder AOL-Account unter dem eigenen Namen gab das wohlige Gefühl der digitalen Zugehörigkeit. Greenpeace verschickte schon Mitte der Neunzigerjahre die ersten E-Mails. Unserer IT gelang es dabei von Anfang an, mit viel Aufwand unsere digitale Kommunikation vor fremden Zugriffen zu schützen.

Das war extrem wichtig, denn bis heute gleichen die meisten E-Mails der klassischen Provider offenen Botschaften an einem schwarzen Brett. So richtig geheim ist da nichts, im Gegenteil. Konzerne wie Google (Gmail) verwenden die Kommunikation ihrer Nutzenden, um Werbebotschaften zu platzieren und trainieren damit ihre KI-Systeme. 
Weltweit werden täglich allein 121 Milliarden Gmails verschickt. Eine unfassbare Menge an persönlichen Daten verwandelt uns in lukrative Produkte für Werbebotschaften und politische Propaganda. 

Die Explosion an digitaler Kommunikation lässt auch den Energieverbrauch steil anwachsen. Und da riesige Rechenzentren und Serverfarmen meist mit fossilen Energieträgern betrieben werden, verschärfen wir mit unseren Mails die Klimakrise weiter. Jedenfalls dann, wenn wir nicht genau hinsehen, wem wir unsere Botschaften und Bilder überlassen.

Tun wir was! So wechseln Sie Ihren E-Mail-Anbieter:
Das persönliche kleine E-Mail-Postfach mag uns wie ein Tropfen im Ozean vorkommen, aber es ist auch eine Frage der Haltung, wie wir mit den digitalen Ressourcen umgehen wollen. Je mehr Datenvolumen eine Nachricht enthält, umso klimaschädlicher ist sie. Umso wichtiger ist es, die eigenen Postfächer regelmäßig  auszumisten und nicht jeden Anhang weiterzuleiten. Und noch etwas: Schalten Sie die E-Mail-Benachrichtigungen von Apps (wie Kleinanzeigen, Facebook oder LinkedIn) ab. Auch das spart Strom.
 
Die größte Wirkung aber erzielen Sie mit einem Wechsel.  
Wir haben für Sie nach den Kriterien Datenschutz, digitale Infrastruktur und Klimaschutz eine kleine Auswahl zusammengestellt:

Posteo
Werbefrei, nachhaltig, sorgfältigst um Datenschutz bemüht. Posteo aus Deutschland gilt als Darling der Nachhaltigkeitsszene und bezieht den Strom für seine Server von Green Planet Energy, vormals Greenpeace Energy. Der kostenpflichtige E-Mail-Dienstleister setzt nach eigenen Angaben ausschließlich Open-Source-Software ein und hat seine Server in Deutschland.
 
Pro­ton­
Kommt aus der Schweiz, 2014 von Wissenschaftler:innen mit der Mission, ein besseres Internet mit Fokus auf den Datenschutz zu schaffen. Die auf der ganzen Welt verteilten Server laufen mit Ökostrom und nutzen spezielle Kühlungs- und Wassersparsysteme.
 
Tuta
Gehört zu den sichersten Anbietern, bezieht seinen Strom ebenfalls zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen und vergab seine kostenpflichtige Business-Version an ausgesuchte NGO’s sogar kostenlos. Ein Nachteil: Der Zugriff über die üblichen vorinstallierten E-Mail-Programme funktioniert nicht, sondern über die Tuta-App oder den Tuta-Desktop-Client. „Wir glauben, dass die Privatsphäre ein Menschenrecht ist und nicht von Technologieunternehmen, böswilligen Angreifern oder Regierungen missbraucht werden darf“, erklärt Tuta.
 
Mailbox
Der fantasievoll fantasielose Name deutet es an: Mailbox ist ein nüchterner, werbefreier, aufs Wesentliche ausgerichteter Dienstleister, der zu 100 Prozent Ökostrom bezieht. Er richtet sich eher an Unternehmen, Bildungs- und Kultureinrichtungen als an private Kund:innen. Die Server stehen in Deutschland.

Wechseln Sie zur digitalen Unabhängigkeit?

Ja, ich wechsle meinen E-Mail-Anbieter
Ich nutze bereits eine Alternative
Vielleicht, ich bin mir noch unsicher

In unserer Newsletter-Reihe widmen wir uns beim nächsten Mal dem Thema Messenger-Dienste: Welche Alternativen gibt es zu WhatsApp? 

Kirsten_Brodde

Herzlichst,

Kirsten Brodde

Leitung BigTech-Kampagne

 

Warum Sie diese Mail erhalten? Sie haben unser Big Tech-Manifest unterzeichnet. Wir informieren Sie regelmäßig darüber, was Greenpeace den Allmachtsfantasien von Big Tech entgegensetzt und was Sie selbst für Ihre digitale Unabhängigkeit tun können. Wir freuen uns, wenn Sie das Manifest weiterverbreiten und damit auch Freundeskreis und Familie bei ihrer digitalen Unabhängigkeit unterstützen.

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